Häufig gestellte Fragen

» Was ist eine Müllschleuse?


» Wie viel kann der Mieter dort hinein werfen?


» Kann dort jeder seinen Müll entsorgen?


» Wie wird dann abgerechnet?


» Was ist, wenn ein Mieter weniger einwirft?


» Brauchen die Schleusen Strom?


» Was ist bei Vandalismus?


» Wie kann der Mieter motiviert werden, wirklich in der Schleuse zu entsorgen?


» Und wenn er es dann doch nicht tut?


» Und das funktioniert?


» Die Schleusen, die Abrechnung, der Service: Alles kostet Geld. Wie soll das finanziert werden?



Was ist eine Müllschleuse?


Eine Einhausung für handelsübliche Mülltonnen oder Müllcontainer. Oben ist eine Öffnungsklappe, über die der Mieter seinen Müll entsorgen kann.


Wie viel kann der Mieter dort hinein werfen?


Immer soviel, wie es das Volumen der Öffnungsklappe zulässt. Vorab Bestellung der Schleuse ist festzulegen, ob das Volumen 5, 10, 15 oder 20 Liter betragen soll. Die entsprechenden Reduzierstücke in den Klappen können jedoch auch nachträglich ausgetauscht werden.


Kann dort jeder seinen Müll entsorgen?


Nur Mieter der Wohnanlage, die eine sog. Transponderkarte haben. Durch diese identifiziert sich der Mieter an der Schleuse und kann die Klappe öffnen. Das Problem, dass anlagenfremde Personen ihren Müll dort entsorgen, ist mit der Schleuse abgestellt.


Wie wird dann abgerechnet?


Das Volumen der Öffnungsklappen ist der Abrechnungsparameter. Die Schleusen sind mit einer Steuereinheit ausgerüstet, die jede Klappenöffnung registriert und speichert. Später werden dann die Daten ausgelesen. Die Literzahl jedes Mieters wird addiert und ist die Bemessungsgrundlage für die individuelle Abrechnung.


Was ist, wenn ein Mieter weniger einwirft?


Das sollte nicht zu oft passieren, denn dann entsorgt er nicht wirtschaftlich. Das Volumen sollte einigermaßen ausgefüllt werden. Das sollte jedem Mieter erklärt werden, damit es nicht zu Missverständnissen kommt.


Brauchen die Schleusen Strom?


Ja. Die Schleusen sind jedoch standardmäßig mit einer Solarzelle auf der Rückseite ausgestattet, damit sie unabhängig von der Steckdose sind. Beim Einsatz in geschlossenen Räumen sollte jedoch ein Stromanschluss zur Verfügung stehen.


Was ist bei Vandalismus?


Die Schleusen sind aus Edelstahl und Hartkunststoff aus Recyclingmaterial. Damit sind sie extrem robust und sozusagen "unkaputtbar". Schäden durch Vandalismus an diesen Schleusen sind bisher in Deutschland äußerst selten festgestellt worden.


Wie kann der Mieter motiviert werden, wirklich in der Schleuse zu entsorgen?


Zuerst durch eine konsequente Einweisung der Mieter durch die Hausverwaltung oder den Hausmeister. Jeder, der eine Karte erhält, muss den Empfang quittieren und unterschreiben, dass er das Prinzip verstanden hat und am gewollten Entsorgungsleben teilnimmt.


Und wenn er es dann doch nicht tut?


Der Hausmeister bekommt einen Service-Transponder, mit dem er herumliegenden Müll in den Schleusen entsorgt. Alles, was auf diesen Transponder entfällt, wird zu gleichen Teilen auf alle Mieter umgelegt. Sofern man dieses Prinzip den Mietern erklärt, werden sie ein eigenes Interesse haben, ggf. Falschentsorger zur Rede zu stellen oder zu melden. Im Prinzip handelt es sich dann um klassische Umweltverschmutzung und kann zur Anzeige gebracht werden.


Und das funktioniert?


In der Tat. Wir haben festgestellt, dass Mieter oftmals ihre Schleusen mit Stolz behüten wie Ihren Augapfel. Schließlich hat jeder einen Gerechtigkeitssinn. Dieser wird durch das Schleusensystem besonders angesprochen. Darüber hinaus sollte ein Mindestvolumen für die Restmüllentsorgung vorgegeben werden. Dadurch wird den Falschentsorgern der Wind aus den Segeln genommen.


Die Schleusen, die Abrechnung, der Service: Alles kostet Geld. Wie soll das finanziert werden?


Die Mieter in Großwohnanlagen haben in der Regel keinen Anreiz, ihren Müll zu trennen, geschweige denn Abfall zu vermeiden. Warum auch? Die Müllkosten werden nach qm-Wohnfläche oder pro Kopf umgelegt. Egal wie viel sie entsorgen, es hat keine direkten finanziellen Auswirkungen. Durch die Schleuse wird der Mieter nun für bewusstes Entsorgungsverhalten durch geringere Abfallgebühren belohnt. Die Mülltrennung wird gefördert, das heißt, große Restmüllkapazitäten können abgebaut bzw. eingespart werden. Über die Einsparung der Müllgebühren finanziert sich das Konzept. In vielen Projekten konnten sogar darüber hinaus sogar Einsparungen nach Abzug aller Kosten von 20-30, manchmal sogar von 40% und mehr erzielt werden.